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Stadt Hohen Neuendorf
1993 schlossen sich die ehemaligen Gemeinden Bergfelde, Borgsdorf und
Hohen Neuendorf zu einer neuen Gemeinde Hohen Neuendorf zusammen.
Die Bemühungen der Bürgerschaft und ihrer Repräsentanten die Entwicklung
zu einer modernen Gartenstadt immer weiter voran zu bringen, fand ihre
Würdigung mit der Erhebung zur Stadt am 23. Juni 1999. Dem Votum ihrer
Bürger folgend, wurde die Gemeinde Stolpe am 26. Oktober 2003 in die Stadt
Hohen Neuendorf eingegliedert. Heute ist Hohen Neuendorf mit knapp
24.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Landkreises Oberhavel.
Geschichtliches
Der früheste Siedlungsursprung ist für den Stadtteil Borgsdorf belegt.
Im 14. Jahrhundert waren Pinnow und Borgsdorf über eine Furt in der Havel
miteinander verbunden, in deren Nähe sich die ersten Siedler niederließen.
Die Gründung Stolpes wird in der wendischen Zeit vermutet. Das slawische
Wort "stolp" bedeutet Säule und die Wenden errichteten solche Stolpen bzw.
Säulen zu Ehren des Viehgottes Woloß.
In einer Urkunde von 1349 erhielten Gefolgsleute des Fürsten Albrecht von
Anhalt und des Herzogs Rudolph d. J. von Sachsen u. a. die Dörfer "nygendorp"
(Hohen Neuendorf) und "bercholtz" (Bergfelde) zur Nutzung überschrieben.
Das Dorf Stolpe wurde im Jahr 1355 erstmals urkundlich erwähnt. Die erste
urkundliche Erwähnung Borgsdorfs ("borchartstorff") folgte wenig später 1375
im Landbuch Kaiser Karls IV.
Erst mit der Inbetriebnahme der Nordbahn entstehen am Haltepunkt Stolpe
die ersten Häuser einer Kolonie. Zwischen 1890 und 1904 steigt die Bevölke-
rungszahl von 323 auf 1600. Am 1. Oktober 1904 wird Hohen Neuendorf eine
eigene Kirchengemeinde. Die evangelische Kirche an der Berliner Straße
entsteht 1909. Als zweite Höhendominante wird nach den Entwürfen des
Architekten Albert Gottheiner 1912/14 der 45 Meter hohe Wasserturm - das
heutige Wahrzeichen - errichtet. Im August 1936 erhält die Gemeinde Wappen
und Flagge. Radikal ändert sich das Aussehen des historischen Ortskerns
1953/54 durch den Bahnbau des Berliner Außenringes. Am 13. August 1961
beginnt der Mauerbau, Hohen Neuendorf wird Grenzgebiet und bleibt es bis
zum 9. November 1989. Durch den Fall der Mauer eröffneten sich
Hohen Neuendorf vollkommen neue Perspektiven.
Der "Grüne i- Punkt von Berlin"
Egal ob man sich per Bahn, Auto oder dem Fahrrad der Stadt nähert, überall
begrüßt das Grün der Wiesen, Wälder und Parkanlagen den Besucher.
60 Prozent der Fläche unserer Stadt sind Wald. Hier bleibt für Erholung und
sportliche Aktivitäten kaum ein Wunsch offen: mit dem Boot die Märkischen
Gewässer erkunden, Golf spielen, Reiten, Angeln gehen, Tennis spielen, einfach
zu Fuß herrliche Wanderungen unternehmen oder per Rad auf dem neuen Rad-
fernweg Berlin-Kopenhagen etwas für Gesundheit und Bildung tun.
Die gute verkehrstechnische Anbindung der Stadtteile - unweit der Autobahn A 10,
der Stadtautobahn Berlin A 111 sowie direkte Anbindung an die B 96 und Berliner
S-Bahn - ermöglicht schnelle Wege in die Bundeshauptstadt Berlin und in die
Landeshauptstadt Potsdam mit ihren öffentlichen Einrichtungen, Einkaufs-
möglichkeiten und Kultureinrichtungen, ihren Flughäfen und Bahnfernverbindungen
in alle Welt.
In den letzten Jahren verwandelte sich der Grüne i-Punkt von Berlin für viele
Menschen zum Dreh- und Angelpunkt ihres Lebens. Sie haben sich bewusst für diese
moderne, junge Stadt entschieden. Sie wollen hier ihre Kinder großziehen und später
ihren Lebensabend verbringen. Dabei war die sich ständig weiterentwickelnde Infra-
struktur - die neuen Kindereinrichtungen, modernen Schulen, die guten Einkaufs-
möglichkeiten und das vielschichtige Vereinsleben - ein ausschlaggebender Faktor.
Doch Hohen Neuendorf bietet nicht nur naturverbundenen Menschen eine Heimstatt,
es ist Sitz erfolgreicher Handwerks- und mittelständischer Unternehmen, die innovativ
ausgetretene Pfade verlassen. Findige bewegliche Köpfe schaffen Möglichkeiten,
den nicht gerade leichten wirtschaftlichen Bedingungen zu trotzen und erfolgreich in
die Zukunft zu schauen. Mit dem Gewerbe- und Handwerkspark Bergfelde an der
Stadtgrenze zu Berlin-Reinickendorf schuf die Stadt eine gute Möglichkeit für die
Ansiedlung des ortsansässigen Gewerbes.
> Besonders sehenswert:
Ev. Kirchen in Hohen Neuendorf, Pinnow und Stolpe, Wasserturm Hohen Neuendorf
mit Parkanlage, Länderinstitut für Bienenkunde e.V., Naturschutzturm der Waldjugend,
Dorfanger Stolpe, Rote Schule Hohen Neuendorf, Brunnen am Thälmannplatz.
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| Dorfkirche in Stolpe |
Länderinstitut für Bienenkunde e.V. |
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| Wasserturm am Park |
Rote Schule |
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| Fotos: Frank Liebke |
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